Ally Storch: Wenn das sanfte Instrument Geige plötzlich rockige Töne anstimmt, verzerrte Riffs durch den
Raum jagt oder sich in cineastische Soundwelten ergießt, dann steht Ally Storch auf der Bühne.
Die klassisch studierte Rockgeigerin sprengt mit ihrem Soloprojekt jede Genre-Grenze: Sie spielt
auf fünf- und sechssaitigen Geigen, verbindet erdigen Rock mit anspruchsvollen Soli, urtümlichen
Folk mit ausschweifender Filmmusik, komponiert eigene Songs, covert Klassiker auf der E-Geige,
singt manchmal sogar. Immer energiegeladen, auch mal virtuos und dann wieder hochemotional.
Auf der Bühne steht eine nonchalante Frau mit langen blonden Haaren – doch der erste Eindruck
täuscht. Denn wenn Ally ihr Instrument in die Hand nimmt, füllt sie den Raum mit einer Kraft, die
man der Geige nicht zugetraut hätte. Selbstbewusst und zugleich verletzlich, kraftvoll und dabei
zerbrechlich. Sie bräuchte keine Band, keine Verstärkung durch andere – ihr Instrument allein
erschafft eine Atmosphäre, die dich umhüllt und einen ganzen Abend trägt.
Ally ist längst keine Unbekannte mehr. Seit zehn Jahren die instrumentale Frontfrau der Kultband
Subway to Sally, spielte sie zuvor bei Bands wie Haggard oder ASP, ist seit Jahrzehnten in
sämtlichen Genres unterwegs – von Jazz, Gypsy, Folk/Country bis Metal – und arbeitet als
Studiomusikerin für namhafte Bands und Musiker wie Therion, Alestorm (Goldene Schallplatte),
Knorkator, Xandria, Windrose, Antoine Fafard/Gavin Harrison (King Crimson) und viele mehr.
Kaum ein Kontinent war bisher vor ihr sicher, seit sie 2005 ihr Geigenstudium abschloss, um sich
voll und ganz in die Welt der Rockmusik zu stürzen.